Homöopathie bei kindlichen Epilepsien


Epileptische oder zerebrale Anfälle gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Kindern unter 10 Jahren. Sie sind Ausdruck einer massiv gesteigerten Erregung großer Neuronenverbände im Gehirn und zeigen sich in Krampfanfällen unterschiedlichster Ausprägung. Gelegenheitsanfälle werden von chronischen Epilepsien unterschieden. 

 

Kinderhomöopathie bei Krampfanfällen in Vaihingen, Ludwigsburg, Heilbronn, Bietigheim
Homöopathie bei Epilepsie

Homöopathische Diagnostik und Therapie

Der homöopathischen Behandlung geht eine neurologische Diagnostik und ausführliche Fallaufnahme voraus. Zusammen mit den Eltern wird der Krankheitsverlauf und das Krampfmuster des Kindes erfasst , Videoaufnahmen sind sinnvoll. Die Behandlung ist individuell auf das Kind und seine Erkrankung abgestimmt. Ziel der Behandlung ist die Beeinflussung der Anfälle um der Entwicklung des Kindes Raum zu geben.

 

Fieberkrämpfe

Fieberkrämpfe treten meist im Rahmen einer fieberhaften Infektion auf. Unkomplizierte Fieberkrämpfe sind mit 80% häufiger als komplizierte Verläufe. Fieberkrämpfe führen in der Regel nicht zu Entwicklungsstörungen oder bleibenden neurologischen Schäden.

Einfache Fieberkrämpfe dauern nicht länger als 15 Minuten, meistens kommt es nur zu einem einzelnen generalisierten Anfall. Komplizierte Fieberkrämpfe dauern länger als 15 Minuten und es treten mehrere Anfälle hintereinander auf.

Die meisten (90%) der Fieberanfälle enden selbstlimitierend und benötigen keine Behandlung. Fiebersenkung verhindert keine Fieberkrämpfe (Aksu Fuat 2011).

Komplizierte Verläufe benötigen eine weitergehende neurologische Diagnostik und Behandlung.

 

Generalisierte Anfälle

Das Kind verliert das Bewusstsein, der Blick wird starr und der Körper wird steif. Es kommt zu röchelnder Atmung und Schaum vor dem Mund. Der Verkrampfung folgt ein rhythmisches Zucken, welches generalisiert und symmetrisch ist. Nach dem Krampfanfall setzt ein tiefer Schlaf ein aus dem der Patient nicht erweckbar ist.

 

Petit Mal

Es treten kurze Episoden von Abwesenheitszuständen auf. Begleitend sieht man dezentes Zucken im Gesicht, der oberen Extremität oder Augenlidflattern. Die Kinder gehen nach der Absence wieder ihrer Beschäftigung nach, sie sind sich dem Geschehen nicht bewusst.

Die Absencen zeigen sich in Serien, in schweren Fällen bis zu hundert Petit Mal Anfällen pro Tag.

 

Fokale Krampfanfälle

Bei einem Fokalen Krampfanfall kommt es zu Entladungen einzelner Hirnrindenanteile. Aufgrund der Krampfsymptomatik kann man den Ursprungsort der Anfälle zuordnen. Die Kinder bleiben bei Bewusstsein.

 

Status Epilepticus

Beim Status epilepticus handelt es sich um einen einzelnen Anfall von über 30 Minuten oder einer Serie von Anfällen, die über 30 Minuten andauern ohne dass der Patient zwischendurch das Bewusstsein wiedererlangt. Eine Klinikeinweisung ist zwingend!

 

Affektkrämpfe

Auslöser für Affektkrämpfe sind intensive emotionale Reaktionen auf Tadel, Schreck, Verbote, Wut, oder Schmerz. Die Schreianfälle treten tagsüber, jedoch nicht aus dem Schlaf heraus auf. Meistens findet sich der "zyanotische Affektkrampf" mit Schreien, Atemanhalten und anschließender Bewusstlosigkeit. Die Affektkrämpfe verschwinden spontan vorwiegend während des Kleinkindalters.

Quelle: Fuat Aksu, Neuropädiatrie 2011